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Gastro Baselland Blog

201030 Mitgliederbrief

 

 

Liebe Mitglieder, liebe Baselbieter Gastronomie,

 

Es sind schwere Zeiten. Die Aufregung nach Mittwoch war gross. Die 4er Regel pro Tisch im Restaurant im Gegenzug zu den 10er Regeln im Privaten sind schwer nachzuvollziehen. Doch es geht darum, die Ketten zu unterbrechen.

 

Das neue Schutzkonzept finden Sie bei GastroSuisse unter folgendem Link:

https://bit.ly/3oFoPBX

 

Um die wichtigsten Punkte nochmals zu erläutern, das Wichtigste in Kürze:

Personenobergrenze:
An Veranstaltungen, die in Räumen von Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben durchgeführt werden, dürfen maximal 50 Personen teilnehmen.
Wie bis anhin müssen die Mindestabstände grundsätzlich eingehalten werden. Findet eine Veranstaltung mit maximal 50 Personen statt, kommt die 4er-Tisch-Regel ebenfalls zur Anwendung. Ausser man sitzt an Tischen z.B. bei einem Vortrag oder einer Versammlung und hat 1.5m Abstand und trägt dazu eine Maske. Dann dürfen längere Tische gestellt werden. Jedoch muss beim anschliessenden Essen dann jeweils an 4er Tischen Platz genommen werden. Das heisst, die an der Veranstaltung teilnehmenden Personen sind im Restaurationsbetrieb so zu platzieren, dass maximal 4 Personen am gleichen Tisch sitzen.

 

4er-Tisch:
Pro Tisch dürfen maximal 4 Personen sitzen, ausgenommen sind Familien mit Kindern. In Bezug auf die Kinder gibt es keine Altersgrenze, auch muss es sich dabei nicht um eine biologische Verwandtschaft handeln. Familien, die im selben Haushalt leben, sollen so die Möglichkeit haben, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen – auch wenn es sich dabei um mehr als 4 Personen handelt.

 

Bekanntgabe der Schutzmassnahmen:
Gemäss BAG hängt der Betrieb im Eingangsbereich die Schutzmassnahmen aus. Die Gäste sind vor allem auf die Distanzregeln, das Tragen der Masken bis zum Tisch sowie auf die Vermeidung der Durchmischung der Gästegruppen aufmerksam zu machen. Wir empfehlen die Gäste zu platzieren, dies gibt den Gästen und den Mitarbeitern Sicherheit und es kann keine Durchmischung stattfinden.

 

Erfassung von Kontaktdaten:
Gäste, die gemeinsam an einem Tisch sitzen, sind von der Maskenpflicht befreit. Der Sicherheitsabstand von 1.5 Metern voneinander kann gewöhnlich nicht eingehalten werden, die Kontaktdaten müssen daher immer erhoben werden.

Bei Familien oder anderen Gruppen mit untereinander bekannten Personen genügt die Erfassung der Kontaktdaten nur einer Person der betreffenden Familie oder Gruppe. Es ist möglich, die Kontaktdaten handschriftlich zu erfassen. Sie müssen aber der zuständigen kantonalen Stelle auf deren Anfrage hin neu in elektronischer Form weitergeleitet werden. Es ist deshalb sinnvoll, die Kontaktdaten digital zu erheben, z.B. mittels Reservationssystem oder der Plattform: www.lunchgate.ch

Für diejenigen Mitglieder, welche die Daten noch handschriftlich erfassen, haben wir bei GastroBaselland eine Muster – Excel-Tabelle erstellt. Diese kann im Sekretariat unter info@gastrobl.ch angefordert werden.

 

Lunchgate bietet zur Erfassung der Gästedaten ein einfaches QR-Code-Tool. Ein App Download ist nicht nötig, dennoch müssen Stammgäste das Formular nur einmal ausfüllen. Dieses prüft mittels SMS-Verifikation die Richtigkeit der Mobile-Nummer und speichert sämtliche Daten während 14 Tagen chronologisch in einer elektronischen Liste. Bis mindestens Ende 2021 ist die Lösung kostenlos. Einzig die Verifizierung von Mobil-Nummern ist kostenpflichtig. Die Kosten sind CHF 0.20 pro in den letzten 14 Tagen erstmalig verifizierten Gast. Wenn Sie Lunchgate mitteilen, dass Sie Mitglied bei Gastro Baselland sind, fällt der Preis auf CHF 0.10 pro Verifikation

Infos zum Tool: https://www.lunchgate.info/gaeste-tisch-checkin-qr-code
Anleitung: https://www.lunchgate.info/anleitung-covid19-gaestedaten
FAQ: https://www.lunchgate.info/fragen-kontaktdaten-erfassung

 

Masken in der Küche:

Auch das Küchenpersonal muss eine Maske tragen – es sei denn, es arbeitet nur eine Person im Raum/Küchenbereich.

 

In der Vergangenheit waren die Richtlinien, die das KIGA Baselland geprüft hat und das Branchen-Schutzkonzept nicht ganz deckungsgleich. Nach Rücksprache mit dem KIGA sind jedoch jetzt die Prüfungskriterien so, wie es das Branchenkonzept vorgibt.

Wichtig ist, dass die Kontaktdaten neu elektronisch zu übermitteln sind.

 

 

Vertrauen schaffen

 

Die Erfahrung und Geschichte zeigen uns, dass man unter Druck manchmal die grösste Leistung erbringen kann. Doch wir wissen inzwischen alle, dass die Gastronomie-, Event- und Kulturbranche enorm leidet. Die Gastronomie geniesst Beliebtheit, wenn es einer Gesellschaft gut geht, wenn es keine Viren gibt und man Lust zum Feiern hat. Im Moment ist die ganze Gesellschaft verunsichert, da niemand weiss, „wie sicher“ es ist. Dabei ist sich die Gastrobranche gewohnt, mit Hygienemassnahmen zu arbeiten. Zudem ist das Schutzkonzept professionell und lässt kaum mehr Platz für Übertragungen. Ich behaupte, es ist sicherer in einem Restaurant ein Essen als mit 10 Personen im privaten Rahmen.

 

Doch dieses Bewusstsein ist noch lange nicht in der Bevölkerung angekommen. Jetzt liegt es an uns Gastronomen, das Vertrauen der Gesellschaft zu gewinnen. Noch nie war es wichtiger, dass der Gast in seinen Gastgeber Vertrauen hat. Und da liegen auch für uns Chancen in der Krise.

 

Die Gastronomie kann sich jetzt beweisen. Auf Bundesebene wird gekämpft. Auf kantonaler Ebene wird ebenso für Rahmenbedingungen gekämpft. So habe ich diese Woche mit Regierungspräsident Anton Lauber gesprochen:

 

Anton Lauber bestätigte mir, dass der Kanton mit Hochdruck an einem neuen Gesetz für Härtefallkredite arbeitet. Der Bund wird anfangs November das Gesetz verabschieden und somit könnte es schon per 1.1.2021 in Kraft treten. Somit wird auch der Kanton wieder Gelder für Darlehen, Kredite und Bürgschaften bereitstellen können. Es wird jedoch nicht mehr im Giesskannenprinzip wie bei der Soforthilfe verteilt. Bei der Härtefallregelung muss man die Bücher öffnen und eine seriöse und gesunde Geschäftsführung in den letzten 5 Jahren vorweisen können. Bei neueren Geschäften sind die Anforderungen geringer. Wie genau das Gesetz kommen wird ist noch offen. Die Regierung ist sich der Notlage bewusst.

Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Gastronomie unterstützt wird.

 

Jetzt gilt es für uns alle weiter zu blicken. Wenn das Licht am Ende des Tunnels auch noch in weiter Entfernung ist, gilt es Schritt um Schritt weiter zu gehen.

 

Unser Vorstandsmitglied Denis Schmitt meint dazu:

 

Es gibt immer Wege – man muss nur wollen und bereit sein mehr Einsatz leisten als zu Zeiten vor der Krise.

 

Ein paar Tipps aus seinem Nähkästchen:

 

  • Kreativ sein – dies bedeutet Abläufe und Angebot hinterfragen
  • Nicht gegen die Welle kämpfen – mit der Welle mitgehen. Dinge, die jetzt nicht mehr passen über Bord werfen und Neues versuchen – tun
  • Nicht nach dem «warum» fragen – Die aktuelle Situation anschauen, nach den Möglichkeiten arbeiten
  • Mitarbeiter einbeziehen
  • Ein gutes Take – Away Angebot anbieten
  • Positives Denken ist wichtig. Dies gibt Energie. Negative Gedanken und sich aufregen über Regeln, Politik und Situationen bringen nichts. Es macht uns nur unbeliebt.
  • Unsere Branche verbreitet Freude und kann auch in der Krise Menschen einen Halt geben. Diese Chance muss man packen.
  • In einer Krise gilt es 200 Prozent Einsatz zu zeigen.
  • Schritt um Schritt und wenn ein Schritt nicht so passt, den Mut nicht verlieren.
  • Bescheiden sein und bleiben

 

Danke Denis Schmitt für die wertvollen Tipps!

 

 

 

Das Zentrum ist offen für unsere ÜK- Kurse. Die Wirteprüfungen dürfen vor Ort mit einhalten des Schutzkonzepts durchgeführt werden. Wie der Wirtekurs mit Start am 16. November abgehalten wird ist noch in Abklärung.

Das Zentrum ist momentan für Besucher geschlossen. Wir bitten Euch, uns telefonisch zu erreichen.

Weitere Informationen finden Sie laufend auf unserer Homepage oder wir sind für Sie per Telefon zu den Öffnungszeiten erreichbar. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch per E-Mail.

 

Es bleibt mir also nur noch Ihnen liebe Mitglieder, viel Kraft und Zuversicht zu wünschen.

Wir schaffen das. #zusammenstark

 

Herzliche Grüsse

 

GastroBaselland

CoPräsidentin

Fabienne Ballmer

 

Gastgeber sein von Fabienne Ballmer Vizepräsidentin GastroBaselland

 

Schweizer Werte verkörpern den Gastgeber 2020 – Oder nicht?
Wirkliche Gastgeber sind gefragter den je!

Die Gastronomie musste die letzten 7 Wochen geschlossen bleiben. Bald ist es
soweit und die Tore dürfen wieder geöffnet werden – wie in allen Branchen mit
strengen Schutzmassnahmen. Bei den einen Gastronomen wurde aufgejubelt, bei
den Anderen herrscht Skepsis. Die grosse Frage, ob die Gäste dann auch kommen,
steht im Raum. Und wie kann der Wirt die Hygienekonzepte so umsetzen, dass sich
die Gäste wohl fühlen? Eines ist klar: Vieles wird etwas anders als vor der Krise oder
vielleicht auch einfach unumgänglich. Sicher ist: Die Gesellschaft wurde achtsamer.
Doch was bleibt? Der Gastgeber bleibt Gastgeber – und dies mehr als je zuvor.
Obwohl sich die Gastronomie schon vor der Krise sehr mit Hygiene und den
dazugehörigen Konzepten auseinandersetzte, ist sie jetzt gezwungen, diese noch
genauer umzusetzen. Doch es gibt einen wichtigen Unterschied im Vergleich zu
früher. Das Hygienekonzept wird die Gäste jetzt auch wirklich interessieren. Der
Gastgeber muss zeigen, ja sogar beweisen, wie sehr er um die Gesundheit der
Gäste besorgt ist. Und dies so, dass der Gast nicht das Gefühl hat, er hätte die
nächsten Stunden eine Blinddarmoperation. Denn schliesslich möchte der Gast ein
schönes Erlebnis und für einen Moment vielleicht sogar den «Corona-Alltag» etwas
vergessen. Ein Stück Normalität wiederfinden. Mit früheren Gefühlen und
Erlebnissen anknüpfen.
Jahrelang wurde aufgezeigt, man müsse Erlebnisgastronomie betreiben. Es müssen
Emotionen geweckt werden. Das Herz der Gäste muss berührt werden. Und dies,
liebe Gastronomen, muss es immer noch. Und zwar mehr als je zuvor!
Wie schafft der Gastgeber diesen Spagat? Wie kann er auf der einen Seite analog zu
einem Hausarzt «Gesundheitsminister» sein und dann trotz allem den Gästen ein
Erlebnis bieten und schöne Emotionen generieren, die nicht von der Angst um seine
Gesundheit oder Existenz überschattet werden? Ich möchte in diesen Zeilen nicht
die Schutzkonzepte erörtern. Viel mehr gehe ich auf das Thema ein, wie man trotz
Schutzkonzept ein guter Gastgeber sein kann.
Nur ein paar Attribute, die einen Gastgeber ausmachen könnte:
Ein Gastgeber ist authentisch, ein Gastgeber ist ehrlich, einem Gastgeber steht das
Wohl des Gastes an oberster Stelle. Einem Gastgeber ist dieses Wohl des Gastes
wichtiger als das kurzfristig zu machende Geld. Er hat Menschen gerne, ist gebildet
und ein Mensch, der die Fähigkeit hat, anderen Menschen eine schöne Zeit zu
schenken. Ein Gastgeber berührt die Herzen seiner Gäste und er kann sich in die
Rolle und die Gefühle seiner Gäste versetzen. Ein Gastgeber ist menschlich.
Bei einem Gastgeber geht es nur um das Eine – dass es dem Gast gut geht.
Kurz auf den Punkt gebracht, ein Gastgeber kann sich in seine Gäste
hineinversetzen. Ein Gastgeber weiss, was seine Gäste mögen. Und das ist ES, was
jetzt zählt. Die Gäste stehen zwischen einer hektischen, vielleicht manchmal auch
ungebremsten Leistungs- und Effizienzgesellschaft und einer langsameren, eher
«resilienzgeprägten» Welt, in der man lernen musste, Geduld zu haben, achtsamer
zu sein und Ängste zu respektieren.
Die Gäste hatten oder haben wieder mehr Zeit, sich mit Inhalten zu beschäftigen.
Einfach und plump formuliert: Unauthentische, rüpelhafte, profitfixierte und arrogante
Gastgeber braucht die Gesellschaft nicht mehr. Denn in dieser Krise lernten die
Menschen wieder etwas ganz Entscheidendes: Es geht auch ohne auswärts essen
oder man kann sich das Essen auch nach Hause holen. Unfreundlichen und
unherzlichen Umgang brauchen wir nicht mehr. Denn weniger ist mehr. Menschen,
denen wir begegnen und wo wir das Risiko von «zu nahe» eingehen, möchten wir
freundlich, offen und ehrlich begegnen. Dies wollen auch Gäste, die in ein
Restaurant kommen. Sie möchten sich willkommen fühlen und das Gefühl erhalten,
dass ihnen Gutes getan wird. Und noch wichtiger: Sie müssen mit solchen Gefühlen
das Lokal auch wieder verlassen, denn sonst, liebe Gastronomen, bin ich mir sicher,
bleibt der Besuch einmalig. Denn wer will sich schon einer Gefahr aussetzen, ohne
sich danach besser zu fühlen?
Fabienne Ballmer, 1.Mai 2020

 

Mitteilung Gastrosocial

Fragen und Antworten von Gastrosocial

GastroSocial erreichen zurzeit viele Anfragen, hier einige Antworten:

Was muss ich vorgehen für die Corona Erwerbsersatzentschädigung.
Wenn Sie entsprechende Ansprüche stellen wollen, müssen Sie das entsprechende Formular an GastroSocial einsenden. Sie finden die Informationen dazu auf der Website von GastroSocial.
https://www.gastrosocial.ch/de/news/coronavirus-formular-und-merkblaetter-sind-bereit.

Bitte beachten Sie, dass die ersten Auszahlungen erst Mitte April erfolgen werden.

 

Beiträge Ausgleichskasse

Vorerst werden die geschuldeten Beiträge nicht gemahnt und es fallen auch keine Verzugszinsen an. Gemäss Bundesratsmitteilung vom 20. März 2020 kann GastroSocial Arbeitgebern und Selbstständigen, die mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sind, einen Zahlungsaufschub gewähren. Der Zahlungsaufschub ist während sechs Monaten von Verzugszinsen befreit. Wir sind dabei, die Umsetzung vorzubereiten und werden so rasch wie möglich weitere Informationen aufschalten, bis dahin müssen Sie nichts unternehmen.

Die gemeldete Lohnsumme und somit die Akontorechnungen sind zu hoch. Was können Sie tun?
Wenn sich Ihre Lohnsumme verändert hat, teilen Sie GastroSocial bitte per E-Mail (beitraegeak@gastrosocial.ch) die voraussichtliche Lohnsumme für das Jahr 2020 mit, damit die Akontobeiträge angepasst werden können. Kurzarbeitsentschädigung verringert aber die Lohnsummen und die geschuldeten Beiträge nicht. Die entsprechenden Arbeitgeberbeiträge werden Ihnen zusammen mit der Kurzarbeitsentschädigung von der Arbeitslosenkasse zurückerstattet.

 

Mein Einkommen als Selbständigerwerbender hat sich verändert und die AHV-Akontobeiträge sind nun zu hoch. Was können Sie tun?
Teilen Sie GastroSocial bitte per E-Mail (beitraegeak@gastrosocial.ch) das voraussichtliche Einkommen für das Jahr 2020 mit, damit die Akontobeiträge angepasst werden können. Denken Sie aber daran, dass die zu erwartende Erwerbsausfallentschädigung AHV-pflichtig ist.

 

GastroSocial dankt Ihnen, wenn Sie die entsprechenden Information auf der Website gastrosocial.ch beachten. Bei generellen Fragen senden Sie bitte eine E-Mail an info@gastrosocial.ch. GastroSocial ist telefonisch nur eingeschränkt erreichbar.

GastroSocial dankt für Ihr Verständnis.

 

Für allfällige Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Felix Schwan

Mitglied der Geschäftsleitung

Leiter Abteilung Kundendienst

 

GastroSocial

Buchserstrasse 1

5001 Aarau

T 062 837 72 05

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