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Gastro Baselland Blog

Gastgeber sein von Fabienne Ballmer Vizepräsidentin GastroBaselland

 

Schweizer Werte verkörpern den Gastgeber 2020 – Oder nicht?
Wirkliche Gastgeber sind gefragter den je!

Die Gastronomie musste die letzten 7 Wochen geschlossen bleiben. Bald ist es
soweit und die Tore dürfen wieder geöffnet werden – wie in allen Branchen mit
strengen Schutzmassnahmen. Bei den einen Gastronomen wurde aufgejubelt, bei
den Anderen herrscht Skepsis. Die grosse Frage, ob die Gäste dann auch kommen,
steht im Raum. Und wie kann der Wirt die Hygienekonzepte so umsetzen, dass sich
die Gäste wohl fühlen? Eines ist klar: Vieles wird etwas anders als vor der Krise oder
vielleicht auch einfach unumgänglich. Sicher ist: Die Gesellschaft wurde achtsamer.
Doch was bleibt? Der Gastgeber bleibt Gastgeber – und dies mehr als je zuvor.
Obwohl sich die Gastronomie schon vor der Krise sehr mit Hygiene und den
dazugehörigen Konzepten auseinandersetzte, ist sie jetzt gezwungen, diese noch
genauer umzusetzen. Doch es gibt einen wichtigen Unterschied im Vergleich zu
früher. Das Hygienekonzept wird die Gäste jetzt auch wirklich interessieren. Der
Gastgeber muss zeigen, ja sogar beweisen, wie sehr er um die Gesundheit der
Gäste besorgt ist. Und dies so, dass der Gast nicht das Gefühl hat, er hätte die
nächsten Stunden eine Blinddarmoperation. Denn schliesslich möchte der Gast ein
schönes Erlebnis und für einen Moment vielleicht sogar den «Corona-Alltag» etwas
vergessen. Ein Stück Normalität wiederfinden. Mit früheren Gefühlen und
Erlebnissen anknüpfen.
Jahrelang wurde aufgezeigt, man müsse Erlebnisgastronomie betreiben. Es müssen
Emotionen geweckt werden. Das Herz der Gäste muss berührt werden. Und dies,
liebe Gastronomen, muss es immer noch. Und zwar mehr als je zuvor!
Wie schafft der Gastgeber diesen Spagat? Wie kann er auf der einen Seite analog zu
einem Hausarzt «Gesundheitsminister» sein und dann trotz allem den Gästen ein
Erlebnis bieten und schöne Emotionen generieren, die nicht von der Angst um seine
Gesundheit oder Existenz überschattet werden? Ich möchte in diesen Zeilen nicht
die Schutzkonzepte erörtern. Viel mehr gehe ich auf das Thema ein, wie man trotz
Schutzkonzept ein guter Gastgeber sein kann.
Nur ein paar Attribute, die einen Gastgeber ausmachen könnte:
Ein Gastgeber ist authentisch, ein Gastgeber ist ehrlich, einem Gastgeber steht das
Wohl des Gastes an oberster Stelle. Einem Gastgeber ist dieses Wohl des Gastes
wichtiger als das kurzfristig zu machende Geld. Er hat Menschen gerne, ist gebildet
und ein Mensch, der die Fähigkeit hat, anderen Menschen eine schöne Zeit zu
schenken. Ein Gastgeber berührt die Herzen seiner Gäste und er kann sich in die
Rolle und die Gefühle seiner Gäste versetzen. Ein Gastgeber ist menschlich.
Bei einem Gastgeber geht es nur um das Eine – dass es dem Gast gut geht.
Kurz auf den Punkt gebracht, ein Gastgeber kann sich in seine Gäste
hineinversetzen. Ein Gastgeber weiss, was seine Gäste mögen. Und das ist ES, was
jetzt zählt. Die Gäste stehen zwischen einer hektischen, vielleicht manchmal auch
ungebremsten Leistungs- und Effizienzgesellschaft und einer langsameren, eher
«resilienzgeprägten» Welt, in der man lernen musste, Geduld zu haben, achtsamer
zu sein und Ängste zu respektieren.
Die Gäste hatten oder haben wieder mehr Zeit, sich mit Inhalten zu beschäftigen.
Einfach und plump formuliert: Unauthentische, rüpelhafte, profitfixierte und arrogante
Gastgeber braucht die Gesellschaft nicht mehr. Denn in dieser Krise lernten die
Menschen wieder etwas ganz Entscheidendes: Es geht auch ohne auswärts essen
oder man kann sich das Essen auch nach Hause holen. Unfreundlichen und
unherzlichen Umgang brauchen wir nicht mehr. Denn weniger ist mehr. Menschen,
denen wir begegnen und wo wir das Risiko von «zu nahe» eingehen, möchten wir
freundlich, offen und ehrlich begegnen. Dies wollen auch Gäste, die in ein
Restaurant kommen. Sie möchten sich willkommen fühlen und das Gefühl erhalten,
dass ihnen Gutes getan wird. Und noch wichtiger: Sie müssen mit solchen Gefühlen
das Lokal auch wieder verlassen, denn sonst, liebe Gastronomen, bin ich mir sicher,
bleibt der Besuch einmalig. Denn wer will sich schon einer Gefahr aussetzen, ohne
sich danach besser zu fühlen?
Fabienne Ballmer, 1.Mai 2020

 

Zeitungsartikel Baselland

Sammlung von aktuellen

Zeitungsartikel aus der Region

200421 Volksstimme

Mitteilung Gastrosocial

Fragen und Antworten von Gastrosocial

GastroSocial erreichen zurzeit viele Anfragen, hier einige Antworten:

Was muss ich vorgehen für die Corona Erwerbsersatzentschädigung.
Wenn Sie entsprechende Ansprüche stellen wollen, müssen Sie das entsprechende Formular an GastroSocial einsenden. Sie finden die Informationen dazu auf der Website von GastroSocial.
https://www.gastrosocial.ch/de/news/coronavirus-formular-und-merkblaetter-sind-bereit.

Bitte beachten Sie, dass die ersten Auszahlungen erst Mitte April erfolgen werden.

 

Beiträge Ausgleichskasse

Vorerst werden die geschuldeten Beiträge nicht gemahnt und es fallen auch keine Verzugszinsen an. Gemäss Bundesratsmitteilung vom 20. März 2020 kann GastroSocial Arbeitgebern und Selbstständigen, die mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sind, einen Zahlungsaufschub gewähren. Der Zahlungsaufschub ist während sechs Monaten von Verzugszinsen befreit. Wir sind dabei, die Umsetzung vorzubereiten und werden so rasch wie möglich weitere Informationen aufschalten, bis dahin müssen Sie nichts unternehmen.

Die gemeldete Lohnsumme und somit die Akontorechnungen sind zu hoch. Was können Sie tun?
Wenn sich Ihre Lohnsumme verändert hat, teilen Sie GastroSocial bitte per E-Mail (beitraegeak@gastrosocial.ch) die voraussichtliche Lohnsumme für das Jahr 2020 mit, damit die Akontobeiträge angepasst werden können. Kurzarbeitsentschädigung verringert aber die Lohnsummen und die geschuldeten Beiträge nicht. Die entsprechenden Arbeitgeberbeiträge werden Ihnen zusammen mit der Kurzarbeitsentschädigung von der Arbeitslosenkasse zurückerstattet.

 

Mein Einkommen als Selbständigerwerbender hat sich verändert und die AHV-Akontobeiträge sind nun zu hoch. Was können Sie tun?
Teilen Sie GastroSocial bitte per E-Mail (beitraegeak@gastrosocial.ch) das voraussichtliche Einkommen für das Jahr 2020 mit, damit die Akontobeiträge angepasst werden können. Denken Sie aber daran, dass die zu erwartende Erwerbsausfallentschädigung AHV-pflichtig ist.

 

GastroSocial dankt Ihnen, wenn Sie die entsprechenden Information auf der Website gastrosocial.ch beachten. Bei generellen Fragen senden Sie bitte eine E-Mail an info@gastrosocial.ch. GastroSocial ist telefonisch nur eingeschränkt erreichbar.

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Für allfällige Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Felix Schwan

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Leiter Abteilung Kundendienst

 

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