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Gastro Baselland Blog

November 19, 2018 Diesen Beitrag teilen...

Zündstofftag zum Zweiten

Mitarbeiterengagement in der Gastronomie

Zum zweiten Mal lud Gastro Baselland zum Zündstofftag ein. Philippe Clarinval referierte über Themen, die für die Branche wichtig sind und die Zuhörer und ihre Betriebe in ihrer Entwicklung weiterbringen sollen.   

In Ihrer Begrüssung betonte Vizepräsidentin Fabienne Ballmer, wie wichtig Freundlichkeit, Service und Dienstleistungsbereitschaft im Gastgewerbe sind. Auch der Patron ist ein Dienstleister – vor allem für seine Mitarbeiter. Um ein guter Dienstleister zu werden muss man kommunizieren. Und genau diesen Fragen ging Philippe Clarinval nach. Seine Stationen als Hotelier führten ihn bis nach Asien. Heute ist er Direktor des Carlton in St. Moritz.

Clarinval zeigte an Beispielen, wie und dass man mit zufriedenen Mitarbeitern erfolgreicher arbeiten und auch ihr Engagement für den Betrieb aufrechterhalten kann. Sehr viele Abläufe erfolgen durch chemische Reaktionen im Kopf. Wenn sich ein Vorgesetzter damit auskennt kann er auch professionell damit umgehen. „Man muss nicht etwas tun, sondern es immer leben“, ist Clarinvals Devise.

Die Ziele von Vorgesetzten und Mitarbeitern sind meistens gleich. Dazu kommt noch die Zufriedenheit. Bei den Engagiertesten sind beide am grössten. Unzufriedene Mitarbeiter bezeichnet er als tickende Zeitbomben. „Sie sind Gift für das Unternehmen und sollten es eigentlich verlassen“, sagte Clarinval. Wenn man aber das Wissen hat kann man sich auch mit diesen Personen arrangieren. Das Engagement muss in die Gene des Unternehmens einfliessen, was ein ständig laufender Prozess ist. Ohne das gute Vorbild des Chefs werden auch die Mitarbeiter ihr Leistungsniveau weder halten noch verbessern.

Was passiert im Kopf?

Oxytocin, Cortisol und Dopamin sind Begriffe, die man schon gehört hat. Cortisol wird bei Frust ausgeschüttet und wirkt im Körper einen ganzen Tag. Das kann beim Chef oder den Mitarbeitern passieren und hat unerwünschte Auswirkungen. Dopamin löst nur ein kurzes Glücksgefühl aus und macht süchtig nach mehr. Clarinval erklärte den Ablauf an einem Beispiel. Es gibt Leute, die immer wieder beweisen wollen, dass sie Recht haben. Wenn es gelingt werden sie mit einem Schuss Dopamin belohnt. Wegen der kurzen Wirkungsdauer verlangt der Körper immer öfter davon. Solche Leute können auf Dauer untragbar werden. Ausgebildete Vorgesetzte kennen die Zusammenhänge und geben rechtzeitig Gegensteuer. Jeder Mitarbeiter hat nämlich Fähigkeiten, die man behalten will. Mit geeigneten Massnahmen erkennen beide Parteien, was abläuft und man kommt dem Ziel einer gemeinsamen Zukunft einen grossen Schritt näher.

Kein „warum“

„Warum“ ist ein Wort, das man so wenig wie möglich benutzen sollte. „Dieses Wort ist ein Killer“, sagt Clarinval. Wer damit angesprochen wird geht in die Defensive. Es ist nur gut, wenn man wissen will, weshalb ein Gast zu uns kommt. Auch „Wie ist die Reise gewesen?“ ist für Clarinval völliger Quatsch. Empfangen Sie Ihren Gast doch besser mit einem freundlichen „Es freut uns, dass Sie bei uns sind“.

 

Beat Eglin

November 5, 2018 Diesen Beitrag teilen...

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Basel.- Immer mehr Betriebe und ihre Mitarbeitenden profitieren von der Basisbildung
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